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Der Konferenzraum der Superlative

So gut wie jedes mittelständische und große Unternehmen hat mittlerweile einen oder sogar mehrere Konferenz- oder Meetingräume. Besonders zu Zeiten der COVID-19-Pandemie ist der Anteil der Ausstattung mit Videokonferenztechnik in diesen Räumen stark angestiegen. Beim Bau eines neuen Konferenzraumes ist es daher wenig verwunderlich, dass genau diese Anforderung ein zentraler Teil der Planung ist.

Dieses Mal bestand für uns jedoch die planerische Aufgabe darin einen Konferenz- & Eventraum zu planen, in dem der Anwender die verbaute Medientechnik kaum bemerkt, er alle Möglichkeiten des interaktiven Zusammenarbeitens besitzt, die Medientechnik sich in das geradlinige Raumdesign integriert und zusätzlich einfach bedienen lässt – und das sogar vorstandssicher.

Der neue Konferenzraum der Barmenia Versicherung in Wuppertal setzt hier aber nochmal neue Maßstäbe, denn: neben der doppelten Eagle Eye Director II Speakertracking-Kamera aus dem Hause Polycom und den MXA910 Deckenmikrofonen von SHURE, die für Technikliebhaber sicher schon interessant genug wären, sticht hier schon der reinen Größe wegen eines ins Auge:

Das 3 Meter breite Full-HD LED-Wand mit einem Pixelpitch von 1,58mm.

Die verbauten LED-Panels des Herstellers LEDMAN sind etwas ganz Besonderes; durch die COB-Technik sind die einzelnen Panels nämlich bis zu 10-mal widerstandsfähiger als herkömmliche SMD-Panels. Durch die Einhausung mehrerer kleiner Chips kann der lichtemittierende Bereich einer COB-LED auf gleicher Fläche ein Vielfaches der Lichtquellen enthalten als von Standard-LEDs eingenommen werden kann. So wird die Lichtausbeute pro Quadratzentimeter maximiert – in diesem Fall ganze 600 nits cd/qm.

Mit dieser Art von COB-LED Technologie ist es uns möglich gewesen auch in diesem lichtdurchfluteten Konferenzraum ein ordentliches, lichtstarkes und farbintensives Bild darzustellen.

Damit die LED-Wand noch besser in das Raumdesign integriert werden konnte, planten wir eine Veränderung der gesamten Schrankbeschaffenheit ein.
Dazu holten wir uns die Unterstützung der Eichhorn Holzwerkstätte GmbH&Co.KG und planten gemeinsam eine 8 m breite und 3,5 m hohe Medienschrankwand.
Die Oberfläche wurde dabei in Fenix Schwarz gewählt, welches den Vorteil brachte, nicht nur einen großen Kontrast zu schaffen und dabei edel auszusehen, sondern zusätzlich unempfindlich gegen Fingerabdrücke zu sein. Damit nicht das Gefühl einer schwarzen massiven Wand entstand, wurde diese mit Hilfe von vier 45 Watt LED-Downlights aus dem Hause Ape Labs ins rechte Licht gesetzt. Das von oben herab strahlende Licht lockert die dunkle Schrankwand dezent auf und kann selbstverständlich jede Farbe in der richtigen Lichtstärke darstellen.

LED Wand

Neben diesem Hingucker wurde von uns zudem noch eine IP-basierte Mediensteuerung aus dem Hause AMX integriert, mit der sich jegliche Audio- und Videosignale in der gesamten Etage schalten lassen. Im Zusammenspiel mit den KDS6- und KDS-USB IP-Konvertern des Herstellers Kramer bietet sich so eine nahezu unbegrenzte Möglichkeit an Schnittstellen zur Einspeisung von AV-Signalen.

Denn: neben dem großen Hauptkonferenzraum inklusive LED-Wand, findet man hier auf der ganzen Etage noch weitere professionelle Displays und versteckte Grenzflächenlautsprecher, welche sich nun dank der neuen Technik zentral steuern lassen.
Dabei sind alle Einzelbereiche sowohl gemeinsam und als auch voneinander unabhängig nutz- und steuerbar.
Zuvor waren hier übrigens fast 1km RGBHV-Kabel im Doppelboden verlegt, die schlichtweg nicht mehr zeitgemäß sind und deshalb von uns deinstalliert wurden.

Im Mittelpunkt steht hier aber natürlich der große Videokonferenzraum, welcher mit gleich fünf Bodentanks ausgestattet wurde. Hier lassen sich Laptops mit einem HDMI-, USB- oder vollausgestattetem (Audio-, Video- und USB-Signale, sowie Ladefunktion) USB-C-Kabel anschließen, um so Präsentationen zu halten oder Videokonferenzen zu starten und vollen Zugriff auf die Peripherie des Raumes zu erhalten.

Aber auch die drahtlose Signalübertragung wurde hier mittels Atlona MS52W Videoswitcher und einem seperaten BenQ InstaShow WDC20 System verwirklicht. Dazu müssen die Nutzer sich lediglich mit dem WLAN-Signal der Geräte oder per BenQ Button (HDMI+USB-A-Anschluss) verbinden und können anschließend ihren Bildschirm auf der LED-Wand teilen. Da die Systeme parallel in das LAN des Unternehmens eingebunden wurden, können hausinternen Benutzer die Geräte direkt und ohne Wechsel eines Netzwerkes nutzen. Das schafft eine sichere Arbeitsumgebung für interne Anwender sowie externe Besucher.

Zur angesprochenen Peripherie zählt die bereits erwähnte Eagle Eye Director II Kamera von Polycom, die mit ihrer Speakertracking-Technologie die Ausrichtung der Kameras auf den aktiven Sprecher im Raum vollautomatisch umsetzt und so ein produktiveres Arbeitserlebnis ermöglicht. Realisiert wird das durch gleich zwei HD-Kameras – je eine der beiden Kameras mit 12-fach optischem Zoom zeichnet den aktiven Sprecher auf, während die andere den Raum scannt und einen neuen Redner erkennt. Sobald dieser beginnt zu sprechen schaltet das System um und die noch eben aufzeichnende Kamera beginnt den Raum zu scannen. Eine weitere Kamera im Rumpf des Systems zeichnet ununterbrochen den gesamten Raum auf. Auf Wunsch können so alle teilnehmenden Personen in den Fokus gerückt werden.

Doch hier begeistert nicht nur die Kamera selbst, sondern auch der elegante Medienschrank aus dem Hause Eichhorn Holzwerkstätte GmbH&Co.KG in den die Kamera, sollte sie nicht in Benutzung sein, motorisch eingefahren werden kann. So werden jegliche Bedenken man könne beobachtet werden direkt beseitigt.
Generell zeigt dieses Projekt deutlich, das nur durch ein Zusammenspiel und deutlichen Absprachen von Medientechnik, Elektrotechnik, Klimatechnik und Möbelbau so ein wunderbares Ergebnis erzielt werden kann.

Um lästige Auf- und Abbauten von Mikrofonen vor und nach einer Videokonferenz zu vermeiden, setzten wir hier auf MXA910 Deckenmikrofone aus dem Hause SHURE. Durch die einstellbaren Aufzeichnungsbereiche lassen sich die SHURE MXA910 zielgenau ausrichten, um so bei Videokonferenzen die bestmögliche Sprachqualität zu gewährleisten. Durch die Programmierung von verschiedenen Presets ermöglichten wir die Nutzung des Raumes in unterschiedlichen Raumsituationen; U- oder Reihenbestuhlung, Teil- oder Gesamtauslastung des Raumes. Doch auch für Vortragssituationen ist hier gesorgt; durch gleich drei Funkmikrofonsysteme aus dem Hause AKG können Redner wahlweise mit einem Handsendermikrofon oder einem Kopfbügelmikrofon mühelos präsentieren. Dabei erfolgt die Tonausgabe, sowohl von den Mikrofon- als auch den Mediensignalen über zwei, im Medienschrank versteckt verbaute 1.300W starke JBL-Lautsprecher. Um den Ton gleichmäßig auf der gesamten Etage zu verteilen, können zusätzlich die Decken- und Grenzflächenlautsprecher zugeschaltet werden. So ist sichergestellt, dass alle anwesenden Personen von Vorträgen und Präsentationen auch wirklich alles mitbekommen. Um hier alle Tonsignale steuern und routen zu können, wurde mithilfe eines BSS Soundprozessors ein Dante-Audio-Netzwerk errichtet, welches letztlich eine unkomplizierte Bedienung für den Anwender ermöglicht.

Insgesamt wurde von uns hier viel Wert auf Anwenderfreundlichkeit und einfache Bedienung gelegt: über ein 10,1“ großes Profi-Touchpanel aus dem Hause AMX lassen sich alle medientechnischen Geräte, sowie Verdunkelung und Licht intuitiv steuern. Die schlicht gehaltene Bedienoberfläche ist selbsterklärend und wurde optisch auf das Corporate Design der Barmenia Versicherung angepasst.

Über einen professionellen CD-/USB-/SD-Player lassen sich auch von altbekannten Speichermedien Audiosignale wiedergeben. Doch damit nicht genug: über den Denon-Blu-Ray-Player lassen sich Filme und über den VU+ DVB-T2/DVB-C-Receiver sogar normales TV-Programm abspielen.

In diesem Konferenzraum der Superlative bleiben keine Wünsche offen.

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